Modedesigner Lee Alexander McQueen

Alexander_McQueen_by_FashionWirePress | ModesystemAn Designern, die sich der Welt der Mode verschrieben haben, mangelt es dieser Welt mit Sicherheit nicht. Nicht selten haben diese sogar nahezu einen Starstatus erreicht, welchen sie auch in aller Regel voll auskosten. Dem ist wohl auch die Tatsache geschuldet, dass viele dieser Modedesigner oft so wirken, als kämen diese von einem anderen Stern, wie aus weit entfernten Galaxien, oder zumindest aus einer anderen Welt. Extravaganz und eine leichte, bis stark ausgeprägte Verrücktheit gehört in der Mode-Branche im Prinzip zum guten Ton. Wer introvertiert oder einfach zu normal ist, der hat es schwer wirklich erfolgreich zu sein und Fuß zu fassen.

Ein recht gutes Beispiel dafür gibt der britische Mode-Designer Lee Alexander MCQueen ab, der es immerhin schaffte, zu einer der britischen Mode-Ikonen schlechthin aufzusteigen. Sein Name wird in einem Atemzug genannt mit Stars der Branche wie Vivienne Westwood und John Galliano, beides ebenfalls britische Designer, die sich zu der absoluten Elite des Business zählen dürfen.

Früh übt sich wer hoch hinaus will

Doch bis es dieser Lee Alexander MCQueen auf den Mode-Olymp geschafft hat, war eine Menge Arbeit, Fleiß, viele kreative Ideen und, nicht weniger wichtig, auch das gewisse Quentchen Glück von Nöten, Freundschaften mit den richtigen und wichtigsten Leuten der Branche zu knüpfen. – In der Welt der Mode, Stars und Sternchen, insbesondere für Neulinge, nahezu ein Muss um sich zu etablieren, wirkliche Erfolge feiern zu können und sich einen Namen machen zu können.

Bereits in späten Kindheitstagen schneiderte, der in London als jüngstes von sechs Kindern zur Welt gekommene, MCQueen für seine älteren Schwestern Kleidungsstücke. Die finanziellen Mittel waren knapp und so wurde sein Tun von allen Seiten begrüßt. Statt raus zu gehen und mit den anderen Jungs Fußball zu spielen und das zu tun, was Jungs halt ebenso machen, verbrachte der jugendliche MCQueen seine Zeit viel lieber vor der heimischen Nähmaschine und schneiderte was das Zeug hielt. Es wurde schnell sein liebstes Hobby und so war es dann auch wenig überraschend, dass sich Lee Alexander nach erfolgreichem Abschluss der Mittelschule, im Alter von gerade einmal 16 Jahren dazu entschloss, nicht weiter zur Schule zu gehen, sondern das Schneiderhandwerk zu seiner Profession zu machen.

Von London in die Welt und wieder zurück

In den etablierten Londoner Schneidereien Anderson & Shepherd und Gieves & Hawkes, erlernte er dann die Grundlagen des professionellen Schneiderhandwerks und schnell zeigte sich, dass der junge Schneiderlehrling über ein außergewöhnlich großes Potenzial verfügte.

Nach den erfolgreich absolvierten Lehrjahren, nahm er gleich im Anschluss an seine Ausbildungsjahre eine Stelle bei der renommierten Theater- und Kostümschneiderei „Angels The Costumiers“ an, wo er ein Jahr verblieb ehe es ihn, mit gerade einmal 20 Jahren, in die Modemetropole Mailand zog, wo er die Chance bekam als Assistent von Romeo Gigli zu arbeiten. Hier lernte er das Handwerk des designen von Mode kennen und lieben, so dass er ein Jahr darauf zurück nach England kehrte und an der Central Saint Martins College of Art and Design einen Masterstudiengang in Fashion-Design belegte, welchen er dann auch erfolgreich zum Abschluss brachte und was ihn den Weg ebnen sollte für seinen, nie zu hoffen gewagten, Erfolg in der Welt der Mode

Mit der Vogue im Rücken ganz nach oben

Was folgte war ein steiler Aufstieg in die Welt der Haute Coiture, der Prêt-à-porter-Shows und die damit untrennbar verknüpfte, oftmals leicht sureal wirkende Welt der Top-Designer und Mode-Zaren.

Was ihm entscheidend dabei half, ist wohl vor allen Dingen der glücklichen Begebenheit geschuldet, dass die damalige britische Vogue Chef-Stylistin, Isabella Blow, ausgerechnet der Fashion-Show beiwohnte, bei welcher der noch vollkommen unbekannte, nun mit dem akademischen Titel des Master of Arts geschmückte und darüber hinaus hochtalentierten

Jung-Designer MCQueen, seine Abschlusskollektionen präsentierte. Blow war mehr als begeistert, kaufte auf einen Schlag gleich die gesamte Kollektion, begründete eine enge Freundschaft mit Lee Alexander und war maßgeblich daran beteiligt, dass das junge Talent MCQueen Fuss fassen konnte in der Welt der Reichen und Schönen. – Ein neuer Star der Branche war geboren, der Rest ist Geschichte…

Bildquelle: By Ed Kavishe / fashionwirepress.com [CC-BY-3.0],
via Wikimedia Commons

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